Das 21. Jahrhundert hat begonnen. Ja, wir stecken mitten
drin. Das Internet hat die Welt revolutioniert und soziale Netzwerke tragen zu
einer bisher nie dagewesenen Informationsflut bei. So sehr diese ein Segen
erscheinen, so sehr könnte man sie auch als Fluch bezeichnen. Man fragt sich
als Jugendlicher, der mit den sozialen Netzwerken zusammen gewachsen und auch
aufgewachsen ist, wie war das Leben wohl mal als es diese Möglichkeiten der
Kommunikation noch nicht gab?
Plant man heute alle seine Aktivitäten über das Internet und
soziale Netzwerke wie Facebook und Co., fehlt einem heute das
Vorstellungsvermögen, wie dies noch vor 10 oder sogar 20 Jahren der Fall
gewesen sein muss. Kommunikation ist auf eine neue und komplett andere Ebene
aufgestiegen, oder hat sich zumindest in eine nicht zu erahnende Richtung
entwickelt.
Als ich noch jung war, ja stolze 23 Jahre sind dem
Rentenalter noch fern, doch die Schnelllebigkeit unserer Generation lässt es
einem wie ein ganzes Leben erscheinen, da hatten wir zumindest schon Handys, ja
ansonsten ein Telefon. Man musste nicht mehr raus aus dem Haus, um sich zu
verabreden.
Heutzutage muss man nicht mal mehr das eigene Zimmer
verlassen. Bequem vor dem Computer oder am besten mit Laptop oder Smartphone im
Bett, lässt sich das soziale Leben außerhalb des Internet planen. Wenn man das
den möchte. Man muss ja nicht. Computerspiele ermöglichen ein „soziales“ Leben
in der virtuellen Welt für das man nie das Tageslicht gesehen haben muss. Und
hier stellt sich die Frage ab wann die ständige Vernetzung zu einem Problem
wird.
Ich möchte nicht das Internet an sich kritisieren, was
bisher ungeahnte Möglichkeiten bietet und noch lange nicht am Ende seiner
Entwicklung angekommen ist, sondern im Gegenteil, gerade erst am Anfang steht.
Aber zurück dazu, wie sozial das Leben vor 20 Jahren war. Ich kann es nur
vermuten und so fällt mir die Vorstellung darüber sehr schwer. Kein Handy, kein
Computer, kein Facebook. Die Straße diente der Kommunikation mit gleichaltrigen
und natürlich spielte die Schule hier eine wichtige Rolle, um sich für später
zu verabreden. Oder man traf sich halt eben irgendwo: Im geheimen Versteck, auf
dem Spielplatz in der Ortsmitte, oder wo auch immer. Man kannte sich aus.
Aber heute muss man sich nicht mehr auskennen: Alles kann „gegooglet“
werden und so kann auch gleich die reale Welt mit der virtuellen Welt
verschmelzen. Ich muss meine Freunde auch nicht mehr mit zum Einkaufen nehmen,
um zu wissen, ob mir das Outfit steht. Ich kann ganz einfach die im Geschäft
vorhanden Webcam nutzen und ein Foto von mir und meinem Outfit in Facebook
posten. Meine Freunde können dann ganz bequem von Ihrem Smartphone zuhause im
Bett oder im Urlaub am Strand ihre Meinung dazu abgeben. Man könnte dieses
Beispiel noch weiterspinnen oder durch diverse andere Beispiele ganz einfach
ersetzen.
Es ist für die heutige Jugend selbstverständlich überall
erreichbar zu sein. Wenn man kein Handy hat oder kein Facebook hat, dann ist
man von der Außenwelt abgeschnitten. Obwohl man genau dann eigentlich in dieser
lebt: In der Welt außerhalb des ständigen Kommunikationszwangs.
Das Ende ist offen…